So könnte sie lauten, die Überschrift des Wettkampfsamstages der KG Rhein-Neckar. In diesem Zusammenhang fällt mir eine Werbung ein, die sagt, dass es das ist, was Du im Dunkeln machst, das dich ins Licht bringt, oder Du die Summe von all deinem Training bist. Noch nie war das so deutlich zu sehen wie heute.

Silber und Bronze bei der offenen Saarmeisterschaft

Die Jugendlichen der KG Rhein-Neckar waren zu Gast in Bous, im Saarland. Hier fand die offene Saarmeisterschaft statt. Wir hatten die Hoffnung, dass viele aus der Region die Möglichkeit nutzen sich zu vergleichen und waren in Erwartung ein entsprechendes Starterfeld anzutreffen. Die 244 Meldungen von 46 Vereinen waren daher eher ernüchternd. Mit im Gepäck waren Jana Friedrichs und Abdullah Özdemir von der TSG Wiesloch. Daniils Kononenko vom KCRN, konnte aufgrund anhaltender Rückenprobleme nicht teilnehmen.

Jana war in ihrem Pool gut unterwegs, gewann den ersten Kampf mit 9:4 und zog nach der zweiten Runde in die Trostrunde ein. Im Kampf um den 3. Platz stand es am Ende 4:4. In der Wertung hieß es Bronze für Jana. Der Preis jedoch war hoch. Durch einen Mawashi zog sie sich einen Verdacht auf Bänderriss am Sprunggelenk zu. Abdullah konnte sich den 2. Platz sichern, wäre eine schönere Schlagzeile geworden. Aufgrund des überschaubaren Starterfeldes, eher hinkend.

Vielleicht lief es bei den Minis, Kids und Schülern in Bruchsal besser.

2 x Gold, Silber und Bronze beim Günther Herold Cup

Eine Schlagzeile, die sich vielversprechend anhört. Sie lenkt ab, von den Mechanismen, die fast täglich im Training gefordert, aber nur halbherzig umgesetzt werden. Da ist sie wieder, die Werbung, die sagt: Du bist die Summe von all deinem Training. Aber von vorne:

Der Günther Herold Gedächtnis Cup war ursprünglich als Einsteigerturnier gedacht. Kaderathleten waren hier nicht so gerne gesehen, sollten doch die Neulinge eine Chance erhalten ihre Leidenschaft für den Wettkampfsport zu entdecken. Der Gedanke war schön, doch Einsteiger waren rar. Da hat man sich dann dazu entschieden den Nachwuchs aus dem Untertitel zu streichen, damit war es für alle offen. 282 Starter aus 39 Vereinen waren gemeldet.
Die KG Rhein-Neckar ließ es sich nicht nehmen, mit ihrem Nachwuchs anzureisen. Den Anfang machten die Kids Tommy Seewöster, Luca Legner und Defran Yesilbas von der TSG. Während Tommy und Luca im Verlauf der Vorrunde zwar verloren, kamen sie in die Trostrunde. Defran hatte das Glück nicht und schied in Runde 2 aus. Tommy gewann den Kampf um Platz 5, musste sich jedoch im Kampf um Platz 3 geschlagen geben. Luca, der das erste Mal dabei war, beendete das Turnier auf Platz 7.

Antonia Kieser von der TSG teilte bei den Schülern B ein ähnliches Schicksal. Aus in der 2. Runde, jedoch zum Glück Trostrunde. Hier konnte sie sich bis auf den 5. Platz vorkämpfen. Tim-Luka Friedrichs, ebenfalls von der TSG, erlebte das Aus bereits in der ersten Runde. Laura Schwab vom KCRN schaffte es ebenfalls nicht über die Vorrunde. Und da war sie wieder, die Werbung. Enger konnten die Extreme nicht beieinanderliegen. Denn der TSGler Muhammed Özdemir hingegen ließ die Vorrunde ungefährdet hinter sich, gewann das Viertelfinale und das Finale im Anschluss deutlich mit 5:1. Die Überraschung des Tages landete KCRN Karate Mini Lenja Schwab. Hoch konzentriert verließ sie sich auf das, was funktioniert: Die Bewegung im richtigen Moment. Zielstrebig und ruhig ließ sie alle Kontrahenten in ihren Konter laufen. Für Lenja der erste Turniersieg.

Das Kinder Team mit Laura, Tommy, Luca und Defran konnte, glücklicher Weise, den 3. Platz erkämpfen. Das Schüler Team mit Muhammed und Tim-Luka siegte gegen Rheinfelden und Rottenburg und stand dabei wieder mit nur 2 von 3 Startern im Finale. Hier konnten sie aber nicht antreten, da Tim-Luka sich in seinem letzten Kampf einen Mawashi auf den Arm einfing. Mit Verdacht auf Bruch nahm der Arzt ihn aus dem Turnier. Platz 2 für das Team, den Muhammed alleine in Empfang nehmen durfte. Es sollte eine schwere Prellung sein, stellte sich in der Notfallambulanz heraus.

„Es ist nicht einfach, das ist es nie. Was so einfach aussieht ist in endloser Kleinarbeit in nicht enden wollenden Trainingseinheiten entstanden. Korrekte Technik, das ordentliche Umsetzen der Mechanismen, das konzentriert sein im Training… All das hilft mir im Wettkampf. Wenn das aber mal nicht stimmt, dann kann auch mal was schief gehen“, würde ich sagen, wenn ich gefragt würde. Sicher: es gab Platzierungen, aber zufrieden sein, das können wir nur dann, wenn wir unser Bestes gegeben haben. Und das war heute sicher nicht überall der Fall, so Volker Harren, der Trainer des Teams.